Kirchenfenster

Auf dieser Seite werden die zahlreichen Künstler vorgestellt, die diese Kunstwerke aus Glas entworfen oder selbst hergestellt haben. Die Texte entstammen der Seite Wikipedia.

Günther Reul


Günther (Peter Josef) Reul (* 13. März 1910 in Herbesthal; † 25. März 1985 in Gelsenkirchen) war ein Künstler, der vorwiegend als Kirchenmaler tätig war und insbesondere im Ruhrgebiet zahlreiche Kirchenfenster und Wandbilder schuf.

Günther Reul wurde am 13. März 1910 als ältestes von sechs Kindern des Kirchenmalers Hubert Wilhelm Josef Reul und der Putzmacherin Helene Johanna geb. Spiller aus Gelsenkirchen in Herbesthal (ab 1920 belgisch) geboren. Während des Ersten Weltkriegs wurde die Familie vorübergehend nach Gelsenkirchen evakuiert. Nachdem Günther Reul ab 1916 die Schule in Eupen, dann in Herzogenrath besucht hatte, begann er 1924 eine Lehre im väterlichen Betrieb. Bis 1930 absolvierte Günther Reul ein Studium an der Folkwangschule für Gestaltung in Essen, u.a. bei Professor Karl Kriete. Parallel dazu arbeitete er ebenso wie sein Bruder Heribert in der Werkstatt des Vaters. Vom Militärdienst wurde Günther Reul wegen einer Armverletzung befreit; ab Juni 1943 war er bei der Gemeindeverwaltung in (Herzogenrath-)Merkstein bei Aachen tätig. Nach Kriegsende ließ er sich als selbstständiger Kirchenmaler in Gelsenkirchen nieder, wo er 1947 die Groß- und Einzelhandelskauffrau Maria Wagner heiratete, mit der er drei Kinder hatte. Am 25. März 1985 starb Günther Reul in Gelsenkirchen.

Werk

Günther Reul entwarf zahlreiche Kirchenfenster, Wandbilder, Mosaiken und Kreuzwegstationen im Ruhrgebiet und am Niederrhein, darüber hinaus in Belgien, Frankreich, Großbritannien und auf den Philippinen. In der Dortmunder Nordstadt finden sich Werke von ihm in folgenden Kirchen:

Kirche St. Albertus Magnus
Kirche St. Antonius von Padua (1959)
Kirche St. Aposteln


Wilhelm Buschulte


Wilhelm Buschulte (* 1. November 1923 in Unna, Westfalen; † 28. März 2013 ebenda war ein deutscher Maler, Grafiker und Glasbildner.

Lebenslauf

Von 1943 bis 1950 – mit kriegsbedingten Unterbrechungen – studierte Buschulte an der Akademie der bildenden Künste in München. Er war Meisterschüler bei Hans Gött. Seit 1953 lebte Buschulte freischaffend in Unna.

Buschulte wandte sich ab 1951 der künstlerischen Fenstergestaltung zu. Sie macht das Zentrum seines Schaffens und sein eigentliches Lebenswerk aus, wenigstens das dem Blickfeld einer größeren Öffentlichkeit zugängliche. In den 1950er und 1960er Jahren entwarf er auch Vorhängescheiben mit religiösen Darstellungen in einem verinnerlichten, fast naiven Stil. Auf keine künstlerische Technik festgelegt, gilt Buschultes Bestreben der Einheit und Harmonie von (Kirchen-)Raum und Fenstergestaltung, wie sie in ihrer „lichten Einfachheit“ (Buschulte) wohl in der Fenstergestaltung der Frankfurter Paulskirche am eindrucksvollsten zu sehen ist. Biblische Themen finden sich ebenso wie Themen aus der katholischen Heiligentradition, abstrakte Gestaltung ebenso wie sein in den 1990er Jahren deutlich erkennbares Bemühen um einfachste (geometrische) Formen, das deshalb immer mehr zu einem Malen auf Glas als ein Malen mit Glas wird.

In seinem Spätwerk verlässt er mehr und mehr die organischen Formen und leuchtenden Farben (Ausnahme Fenster im Paderborner Dom) zugunsten geometrischer Muster aus klarem und grauem Glas. In allen seinen Entwürfen aber ist das künstlerische Bemühen sichtbar, unter Verzicht auf jede vordergründig-illustrative Wirkung dem Kirchenraum dienstbar zu sein und eben damit an der Aufgabe der Verkündigung teilzuhaben. «Seine Monumentalverglasungen sind abstrakt, zeigen jedoch teilweise figürliche Anklänge und umschließen bisweilen - insbesondere in den 1980er Jahren - symbolisch organische Formen.»
Neben der Teilnahme an Ausstellungen im In- und Ausland inszenierte er auch eigene Ausstellungen. Werke von ihm befinden sich in Museen des In- und Auslandes. Die Menge der von ihm entworfenen Glasfenster ist kaum zu übersehen. Die Fenster in der St. Gertrudis Kirche wurden von Buschulte entworfen und von der Glaswerkstatt Peters (Paderborn) umgesetzt.

Kirche St. Gertrudis
Kirche St. Joseph


Glasmalerei Peters GmbH


Die Glasmalerei Peters GmbH ist eine in der ostwestfälischen Stadt Paderborn ansässige Glasmalerei.

Die Firma wurde 1912 von Otto Peters gegründet. 1936 übernahm sein Sohn Emil Peters die Leitung des Unternehmens und dessen inzwischen internationale Tätigkeit. Seit 1980 wird das Unternehmen in der dritten Generation von Wilhelm Peters geführt, dessen Sohn Jan-Wilhelm Peters stieg 2008 in die Geschäftsführung ein.

Hubert Spierling


Hubert Spierling (* 1925 in Menden-Bösperde) ist einer der wichtigsten Glasmaler in Deutschland nach 1945.

Leben

Hubert Spierling studierte in Hamburg, Dortmund, Düsseldorf und Krefeld und seit 1954 ist er in Krefeld als freischaffender Künstler tätig. Er arbeitete mit bedeutenden Kirchenbaumeistern wie Hans Schilling, Rudolf Schwarz, Hans Schwippert und Emil Steffan zusammen.

Immer auch als Maler tätig, schuf Spierling abstrakte und figürliche Fenster. Er begann mit figürlichen Heiligendarstellungen, z.B. bei St. Agnes in Hamm im Jahr 1953/54. Moderne Fenster im Chorschluss stellen Christus als Erlöser zwischen Maria und Johannes dar, umgeben von den zwölf Aposteln in den rechts und links befindlichen Fenstern.
Spierling wird nach und nach abstrakter, wie es sich an der 1957 geschaffenen Apokalypse in St. Liebfrauen in Dortmund sehen lässt.
1959/60 schuf Hubert Spierling für die von Heinz Dohmen entworfene erste transportable Kirche Deutschlands, St. Hubertus in Krefeld, ein 24 m langes umlaufendes und bis zu 2,20 m hohes Glasband aus weißen, grauen und blauen Scheiben.

Kirche St. Joseph

Nikolaus Bette


Nikolaus Bette (* 7. Dezember 1934 in Bottrop) ist ein deutscher Glasmaler und Maler.

Leben

Er besuchte bis 1954 die Realschule in Bottrop und machte anschließend eine Ausbildung bei dem Glasmaler Wilhelm de Graaff in Essen-Werden. Seine zeichnerische und malerische Ausbildung erhielt er bei Josef van Heekern, einem Maler und Restaurator in Essen-Werden. 1962 und 1963 besuchte er in Salzburg die Internationale Sommerakademie Salzburg „Schule des Sehens“ unter Oskar Kokoschka, und war 1963 der 1. Preisträger des Kokoschka-Preises der Stadt Salzburg im Rahmen der Sommerakademie. 1964 nahm er im selben Rahmen an der Lithographieschule unter Slavie Soucek teil. Nach seiner Ausbildung für Glasmalerei war er zunächst freier Mitarbeiter von de Graaff und erhielt ab 1964 selbstständige Aufträge in Glasmalerei, Wandmalerei und Mosaik. 1968 übernahm er das Atelier von Wilhelm de Graaff, der aus gesundheitlichen Gründen ausschied. Seitdem hat er eine große Anzahl von Aufträgen insbesondere für Glasfenster in Kirchen in den Bistümern Paderborn, Hildesheim, Essen, Köln, Trier, Fulda und Osnabrück ausgeführt. Auch nahm er an zahlreichen Ausstellungen und Wettbewerben über Kirchliche Kunst teil. Er gehört zusammen mit Anton Wendling, Wilhelm Buschulte, Josef Gesing, Georg Meistermann, Ludwig Schaffrath, Johannes Schreiter, Hubert Spierling und Ehrentrud Trost zu den namhaftesten Glasmalern des 20. Jahrhunderts in Deutschland. Er lebt in Essen-Werden.

Kirche Heilige Dreifaltigkeit

Walter Klocke


Walter Klocke (* 1887 in Bielefeld; † 1965 in Gelsenkirchen) war ein deutscher Maler und Gestalter. Im Zuge des kirchlichen Wiederaufbaus der 1950er Jahre schuf er für eine große Zahl von Kirchen vor allem im Ruhrgebiet die Entwürfe zu neuen Bleiglasfenstern als Ersatz für die im Zweiten Weltkrieg zerstörten Originale.

Klocke lebte seit 1922 in Gelsenkirchen, von 1938 bis 1955 in der Künstlersiedlung Tiemannhof in Gelsenkirchen-Rotthausen, danach in Sutum.

Kirche St. Aposteln

Elisabeth Altenrichter-Dicke


Elisabeth Altenrichter-Dicke (* 28. April 1929 auf dem heutigen Stadtgebiet von Ennepetal; † 28. Dezember 2013) war eine deutsche Malerin.

Lebenslauf

Sie erhielt ihre künstlerische Ausbildung an der Werkkunstschule in Wuppertal mit dem Abschluss als Wandmalerin. Seit 1951 war sie als freischaffende Künstlerin tätig. Ihr Arbeitsgebiet umfasste die Wandmalerei, die Metallplastik, die Glasmalerei und die Gestaltung von Wandteppichen. Sie lebte mit ihrem Mann in Ennepetal.

Pauluskirche
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