Früher

Postkarten

sind Karten, um relativ kurze, offen lesbare Mitteilungen, Nachrichten, Grüße usw. per Post zu verschicken. Die Postkarte in der heutigen Form erschien um 1869 in Österreich und wurde zur Zeit ihrer Einführung noch Correspondenzkarte genannt. Zunächst konnten sie national und international nur sehr eingeschränkt verschickt werden, erst mit der Einführung der Weltpostkarte 1875 konnten Postkarten über alle Grenzen hinweg versendet werden. Die heutige Standardnormgröße ist DIN A6. Es gibt verschiedene Erscheinungsformen, wobei die bedeutendste wohl die Ansichtskarte ist, die oft nicht ganz korrekt als Bildpostkarte bezeichnet wird. Die Bildpostkarte ist eine eigenständige, spezielle Form der Postkarten.

Geschichte

Schriftliche Nachrichten wurden bis in die neuere Vergangenheit üblicherweise als verschlossener Brief versendet. Um dem Bedarf nach einer schriftlich prägnanten Kommunikationsform von nicht vertraulichen Mitteilungen nachzukommen wurden Postkarten eingeführt.

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Dortmunder Hafen Die Errichtung des Dortmunder Hafens am Dortmund-Ems-Kanal begann 1895. 1899 wurde der Hafen durch Kaiser Wilhelm eröffnet. In den 1920er und 30er Jahren wurde der vorwiegend zum Umschlag von Getreide, Kohle und Erz dienende Hafen ausgebaut. Es wurden weitere Hafenbecken angelegt und die Verwaltungsinfrastruktur (Altes Hafenamt Dortmund) erweitert. Heute besitzt der Dortmunder Hafen als größter Kanalhafen Europas 10 Hafenbecken mit einer Uferlänge von 11 km. Der Dortmunder Hafen ist Namensgeber für den umliegenden statistischen Bezirk des Stadtbezirks Innenstadt-Nord.

Seine größte wirtschaftliche Bedeutung erlangte der Hafen nach dem 2. Weltkrieg. Im Jahre 1972 wurden hier 6,2 Mio. Tonnen umgeschlagen. Auch die Fertigstellung eines Containerhafens 1987 konnte den schleichenden Niedergang des Hafens, hervorgerufen durch die Stilllegung von Kohle- und Stahlindustrie in Dortmund, nicht aufhalten. 2007 wurden im Dortmunder Hafen 3,2 Mio Tonnen Fracht umgeschlagen. Dies bedeutet gegenüber 2006 eine Steigerung um 7,1 Prozent. Diese Steigerung ist vor allem ein Erfolg des Containerterminals Dortmund „CTD“, der zunehmend genutzt wird. Im Jahre 2007 wurden in Dortmund Container mit einer Tonnage von 701.000 Tonnen umgeschlagen.

Aufgrund der steigenden Tonnagezahlen der anderen Warengruppen (Containerumschlag) und der Eröffnung des Ikea-Europalagers in unmittelbarer Nähe des Hafens wird für 2008 ein weiteres Containerterminal projektiert.

Die Lokalpolitik denkt daher verstärkt über eine Umnutzung des Hafens nach. Geplant sind der Bau einer Marina sowie die Errichtung von hochwertigen Freizeit- und Wohnflächen am Wasser. Gegen die Einrichtung einer Marina richtet sich jedoch nicht nur der Wunsch nach Erhaltung des Industriestandorts, sondern auch Bedenken des Bundesleistungszentrums Rudern in Dortmund. Mit der Errichtung und Erweiterung der Hafengastronomie „Solendo“ seit dem Sommer 2005 zeigen sich dennoch erste Umnutzungstendenzen im Stil des Duisburger Innenhafens.

Altes Hafenamt

Zur Einweihung des Dortmunder Hafens am 11. August 1899 durch Kaiser Wilhelm II. wurde im Hafen das Alte Hafenamt errichtet. Nach Entwürfen von Stadtbaurat Friedrich Kullrich wurde auf einem sechseckigen Grundriss ein zweigeschossiger Bau mit großem Frontturm erbaut, der nicht zufällig an einen Leuchtturm erinnert. Diese Assoziation wird neben der äußeren Form durch einen Umgang um den Turmkern verstärkt. Im Turm richtete man ein „Kaiserzimmer“ ein, dessen Außenbrüstung die von Delphinen getragenen Wappen der Städte Dortmund und Emden zeigt.

Die ursprünglich als Turmbekrönung angebrachte Eisengitterkonstruktion wurde um 1930 wegen Baufälligkeit abgetragen und erst 1986 durch eine Rekonstruktion aus feuerverzinktem Stahl ersetzt, nachdem das Innere des Gebäudes bereits 1982-1983 wieder hergerichtet worden war. Die Kugel auf der Turmspitze ist als „Zeitball“ zu verstehen, die Spitze dient als Fahnenmast. 1986 wurde neben der Turmbekrönung auch der gesamte Außenbau restauriert.

Bis 1962 war das Alte Hafenamt Sitz der Dortmunder Hafen AG. Das Gebäude wird 2007 von der Wasserschutzpolizei und für eine Ausstellung zum Thema Hafen und Schifffahrt genutzt. Das Alte Hafenamt liegt am Sunderweg im Übergang zur Kanalstraße. Die zentrale Lage im Zentrum des Kanalhafens wird weiterhin dadurch betont, dass die Brücke über den Stadthafen direkt auf den Turm zuläuft und die Fahrbahn erst kurz vor dem Gebäude nach Westen ausschert. Durch den erhöhten Bauplatz ist das nachts angestrahlte Gebäude weithin sichtbar. Das Alte Hafenamt, dessen Abriss in den 1950er Jahren bereits geplant war, ist heute eins der Wahrzeichen der Dortunder Nordstadt und Teile der „route industriekultur“.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hafen_Dortmund
Unionvorstadt 1899 Die Unionvorstadt war eine Arbeiterkolonie und Werkssiedlung im Dortmunder Norden. Die Siedlung befand sich mitten im Dortmunder Hafen und wurde von den Hafenbecken des Nord-Hafen eingerahmt.

Entstehung

Sie wurde 1871 nach englischem Vorbild (Anordnung der Parzellen in Blockform) als Werkssiedlung für die Dortmunder Union errichtet.

Die Siedlung bestand überwiegend aus Doppelhäusern und einigen wenigen, damals noch kaum verbreiteten Mehrfamilienhäusern. Mit 40 Gebäuden (30 Wohngebäude, 8 Meisterhäuser, 1 Lebensmittelladen, 1 Amtsbau) bot das Viertel ca. 95 Familien einen damals modernen Wohnraum. An die Wohnhäuser gliederten sich kleine Gartenparzellen und je ein Schuppen nach Vorbild der Siedlung Eisenheim in Oberhausen an.

Die Unionvorstadt wurde ab 1895 förmlich vom Hafen-Neubau umzingelt. Hinter dem 1899 neu entstandenen Hafenamt (Altes Hafenamt Dortmund) erstreckte sie sich bis zum Nordhafen. Die Begrenzung bildeten damals folgende Straßen: Kornweg, Landwehrstraße (später Sunderweg) im Westen und Süden Kanalstraße, Schäfertstraße im Norden und Osten.

Die Menschen

Zunächst bewohnten nur die höhergestellten Arbeiter, wie Meister oder Schichtleiter die damals „luxuriöse“ Neubausiedlung. Mit dem Bau des Hafens, der Industrialisierung der Umgebung und dem Lärm der Hafenkräne verschwanden die „besserverdienenden“ und der einfache Arbeiter zog ein. Es entstand im Laufe der 30er Jahre eine bunte Mischung verschiedenster Nationen, bis die damalige Politik eine weitere Ansiedlung von Gastarbeitern unterband.

Ende der Siedlung

Nachdem im Zweiten Weltkrieg fast 90 % der Siedlung in Schutt und Asche lagen und der Wiederaufbau im Viertel nur schleppend und provisorisch voranging fällt 1960 die Entscheidung, die „Union-Vorstadt“ abzureißen, ihre Bewohner/innen umzusiedeln und die freiwerdenden Flächen den Gewerbegebieten des Hafens zuzuweisen. Die 1961 geplante Erweiterung des Dortmunder Hafens wurde endgültig zum Anlass genommen, die marode Siedlung abzureißen.

Spurensuche

Noch heute kann man einige Überreste der alten Union-Siedlung im Hafen Dortmund finden. Alte Bordsteine, Strassenfragmente, abgesägte Laternenmaste und einige Mauerreste sind die letzten Zeugen dieser Werkssiedlung. Die ehemalige Siedlungsfläche wird heute von einer Spedition als Lagerplatz genutzt

http://de.wikipedia.org/wiki/Unionvorstadt
Unionvorstadt 1899
Dortmunder Hafen Alte Brücke
Dortmunder Hafen Hafenamt
Dortmunder Hafen
Dortmunder Hafen Schlepper Papenburg
Dortmunder Hafen Anlegestelle Santa Monika
PortalkräneDortmunder Hafen, Portalkrähne
Dortmunder Hafen, Mühle und Kohlenkipper
Dortmunder Hafen
Bootshäuser am Kanal
Fredenbaumpark
Restaurant Walter Schulte
Lunapark, Saalbau Fredenbaum um 1912
Lunapark, Saalbau Fredenbaum um 1930
Lunapark um 1912
Lunapark, Almschänke um 1912
Lunapark, Rote Mühle um 1912
Lunapark um 1903
Lunapark um 1912
Lunapark um 1912
Lunapark um 1912 Oberbayern
Lunapark, Gebirgsbahn um 1912
Borsigplatz um 1911 Der Borsigplatz in Dortmund liegt nordöstlich der Innenstadt im östlichen Bereich der Dortmunder Nordstadt. Er ist heute ein Kreisverkehr mit sechs sternförmig angeordneten Zufahrtsstraßen. Die begrünte Innenfläche ist von Bäumen umstanden und wird von einer Stadtbahnlinie durchquert. Der Platz ist Namensgeber für den umliegenden statistischen Bezirk des Stadtbezirkes Innenstadt-Nord.

Benennung und Geschichte

Benannt ist der Borsigplatz nach Albert Borsig (1829–1878), der als Leiter der von seinem Vater August Borsig gegründeten Borsigwerke 1872 die in unmittelbarer Nähe an der Borsigstraße gelegene Maschinenfabrik Deutschland (MFD) mitbegründete.

Bekannt wurde der Borsigplatz durch seine Nähe zum Haupteingang der ehemaligen Westfalenhütte der Hoesch AG, vor allem aber durch den Fußballverein Borussia Dortmund (BVB). Dieser wurde in unmittelbarer Nähe des Borsigplatzes gegründet und war bis in die 1950er Jahre tief im Borsigplatzviertel verwurzelt. An der Stelle des heutigen Hoeschparks befand sich auch das erste Stadion des Vereins, die Weiße Wiese. Um den Park bauen zu können, enteigneten die Nationalsozialisten den Fußballverein in den 1930er Jahren ohne Entschädigung, die Spiele mussten fortan im Stadion Rote Erde des bürgerlichen Südens ausgetragen werden. Damit begann auch die langsame Entfremdung von der alten Heimat. Vor dem Zweiten Weltkrieg waren am Borsigplatz mehrere Kinos beheimatet.

Der Niedergang der Montanindustrie im Ruhrgebiet hat auch das Stadtviertel um den Borsigplatz in Mitleidenschaft gezogen. Die Arbeitslosigkeit in der Dortmunder Nordstadt ist besonders hoch, da hier traditionellerweise die Arbeiter der örtlichen Schwerindustrie siedelten. Aber die äußerlichen Zeichen des Verfalls werden weniger, da Gebäude renoviert und Fassaden verschönert werden.[2]

Nach größeren Fußball-Erfolgen der Borussia finden auf dem Platz oft Fan-Feierlichkeiten einschließlich Autokorso statt. Der Ausspruch den Borsigplatz schwarz-gelb streichen ist unter Anhängern des BVB ein geflügeltes Wort für entsprechende Feierlichkeiten und beruht auf einer wahren Begebenheit nach dem Erringen des Europapokals der Pokalsieger 1966 durch Borussia Dortmund. In der Bundesliga-Saison 2007/2008 fand ein neues Lied namens Am Borsigplatz geboren schnell Eingang ins Gesangsrepertoire der Dortmunder Fans.

http://de.wikipedia.org/wiki/Borsigplatz
Borsigplatz
Borsigplatz um 1911
Borsigplatz um 1917
Borsigplatz um 1920
Borsigplatz mit Borsighalle um 1926
Borsigplatz um 1935
Borsigplatz um 1939
Borsigplatz um 1955
Borsigplatz um 1958
Borsigplatz um 1960
Restaurant Hackepeter, Borsiglatz 1908
Stahlwerkstraße und Oestermärschstraße um 1918
Assauer-Cafe 1932
Oesterholzstraße um 1906
Wambler Straße - Im Spähenfelde, Bj 1905-12, um 1914
Wambler Straße, Bj 1900-06, um 1915
Nordmarkt ca. 1914 Nordmarkt

Der Nordmarkt ist ein zentraler Platz, Markt und zugleich ein Stadtteil im Dortmunder Innenstadtbezirk Nord.

Zur Auflockerung der dichten Wohnbebauung der Dortmunder Nordstadt wurde der Nordmarkt zwischen 1907 und 1909 auf einer vier Hektar großen rechteckigen Fläche als Stadtpark angelegt. 1919 erfolgte die erste Umbenennung des Platzes in Platz der Republik; der Nordmarkt entwickelte sich zu einem bevorzugten Ort für politische Demonstrationen. 1920 wurde ein Arbeiter von Freikorps-Soldaten erschossen. Zur Abschreckung wurde der Mann enthauptet und sein Kopf auf einem Pfahl öffentlich zur Schau gestellt.

Auch vor der nationalsozialistischen „Machtergreifung“ kam es hier häufig zu Auseinandersetzungen zwischen der traditionell kommunistischen Arbeiterschaft der Dortmunder Nordstadt und den Nationalsozialisten. Bei der „Schlacht am Nordmarkt“ am 16. Oktober 1932 starben zwei Menschen, 14 weitere werden verletzt. Die Auseinandersetzung begann mit einem Propagandamarsch der SA durch die Dortmunder Nordstadt. Etwa 800 SA-Leute trafen auf dem Platz auf den Widerstand von Mitgliedern des kommunistischen Kampfbund gegen den Faschismus und das sozialdemokratische Reichsbanner. Die hinzugezogene Polizei eröffnete das Feuer, zwei unbeteiligte Passanten wurden Opfer. Ein weiterer Toter war auch auf dem Nordmarkt zu beklagen: „Opa Wille“. Er weigerte sich, die Hakenkreuzfahne von einigen SA-Männern zu grüßen, woraufhin diese ihn zusammenschlugen. Er erlag später den Verletzungen. Als Gedenkakt an „Opa Wille“ forderte die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten im Jahre 2005 die Umbenennung des Nordmarkts in Opa-Wille-Platz.[2] Während der NS-Diktatur trug der Nordmarkt zwischenzeitlich den Namen Horst-Wessel-Platz.

Heute ist insbesondere der bunte, multikulturell geprägte Wochenmarkt (dienstags und freitags) von großer Bedeutung für die umliegende Wohnbevölkerung. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das Kulturzentrum Langer August. Auf dem Nordmarkt finden regelmäßig Veranstaltungen statt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Nordmarkt_(Dortmund)
Nordmarkt ca. 1914
Münsternstraße um 1907
Schützenstraße um 1905
Uhlandstraße und Goethestraße um 1925
Steinplatz und Kaufhaus Drahota
Eisengießerbrunnen, um 1910
Helmholz-Gymnasium
Gertrudis-Kirche
Scharnhorststraße erbaut 1912