Brücken

Dortmunder Eisenbahnelend

Zeitgleich mit dem Neubau des Dortmunder Hauptbahnhofs in den Jahren 1910 - 12 wurden die Gleisanlagen, die bis dahin den Dortmunder Norden von der Innenstadt "trennten", durch Brücken ersetzt, um planfreie Kreuzungen mit dem Straßenverkehr zu erreichen. Da die Bahnschranken damals fast den ganzen Tag geschlossen waren und Anlass zu Ärger und Beschwerden waren, sprach man im Volksmund auch vom Dortmunder Eisenbahnelend. Mit Bahnverbindungen in zehn Richtungen besaß die Stadt in den 1880er Jahren das dichteste Eisenbahnnetz im Ruhrgebiet.

Brückenensemble Brinkhoffstraße Bergisch-Märkische Eisenbahn-Gesellschaft

Die Bergisch-Märkische Eisenbahn-Gesellschaft gehörte mit der Köln-Mindener und der Rheinischen zu den drei großen Eisenbahn-Gesellschaften, die ab der Mitte des 19. Jahrhunderts vor allem das Rheinland, das Ruhrgebiet und große Teile des heutigen Nordrhein-Westfalens durch die Eisenbahn erschlossen haben.

Gründung

Gegründet wurde die Bergisch-Märkische Eisenbahn-Gesellschaft am 18. Oktober 1843 in Elberfeld (heute zu Wuppertal). Da sich die Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft bei ihrem Bahnbau für die Streckenführung über Duisburg und gegen eine Strecke durch das Tal der Wupper entschieden hatte, wollte man für dieses hochindustrialisierte Gebiet und das Bergische Land eine Bahnverbindung in östlicher Richtung schaffen, insbesondere zum Anschluss an die märkischen Kohlefelder bei Dortmund. Die erforderliche preußische Konzession wurde unter dem 12. Juli 1844 gewährt. Eine Verbindung nach Westen zum Rhein hatte die 1837 gegründete Düsseldorf-Elberfelder Eisenbahn-Gesellschaft bereits 1841 fertiggestellt.

Am Gründungskapital beteiligte sich der Preußische Staat mit einem Viertel, am Anteil der Privaten unter anderen maßgeblich eine Elberfelder Bank. Die ungenügende Rentabilität der ersten Strecke behinderte naturgemäß die Finanzierungsmöglichkeiten eines weiteren Streckenausbaus. Hinzu kamen Missmanagement und Managementfehler. "Planlos und ohne jede Kontrolle hatte man gewirtschaftet."[1] Ein staatliches Darlehn konnte 1849 nicht zurückgezahlt werden. Eine Lösung sah das Präsidium der Gesellschaft 1850 in der Beantragung einer staatlichen Hilfe für ein Darlehen von 600.000 Talern beim damaligen preußischen Finanzminister August von der Heydt (1801–1874), Teilhaber des Bankhauses von der Heydt-Kersten und Söhne, Elberfeld, und zeitweiliger Präsident des Verwaltungsrats der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft. Mit der Gewährung seiner kapitalmäßigen Beteiligung beanspruchte der preußische Staat eine Mitwirkung beim Bahnbetrieb der Gesellschaft, um das von staatlicher Seite, bzw. von der preußischen Seehandlung investierte Kapital nicht zu gefährden. Der Betriebsüberlassungsvertrag trat am 23. August 1850 in Kraft[2]. Damit ging die Betriebsführung der nominell weiterhin privaten Bahngesellschaft am 15. Oktober 1850 auf die am 14. September 1850 neu gegründete Königliche Direktion der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft über.

Diese änderte am 13. März 1854 ihren Namen in Königliche Eisenbahndirektion zu Elberfeld. Als nächstes baute man die Stammstrecke aus, 1855 um 54 Kilometer nach Osten von Dortmund über Unna nach Soest und 1857 um 27 Kilometer nach Westen zum Rhein durch Übernahme der Düsseldorf-Elberfelder Eisenbahn-Gesellschaft, was einen Finanzierungsaufwand von 1,7 Millionen Taler erforderte.

Ihre erste, 56 Kilometer lange Strecke verlief von Elberfeld nach Dortmund über Barmen (seit 1929 zu Wuppertal), Schwelm, Hagen, Wetter und Witten. 1849 war die Strecke fertiggestellt. In der Folgezeit baute die Gesellschaft im Ruhrgebiet weitere Haupt- und Nebenstrecken zwischen Hellweg, der Ruhr und dem Rhein. Die 1862 eröffnete Ost-West-Verbindung von Dortmund und Witten über Bochum-Langendreer, Essen, Mülheim an der Ruhr nach Duisburg wurde die wirtschaftlich ertragreichste. Auch die vollständige Erschließung des Ruhrtals für den Schienenverkehr durch die Ruhrtal-Bahn geht auf die Bergisch-Märkische Eisenbahn-Gesellschaft zurück.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bergisch-Märkische_Eisenbahn-Gesellschaft
Brückenensemble Brinkhoffstraße
Brückenensemble Unionstraße Das Brückenensemble Unionstraße in Dortmund besteht aus zwei Eisenbahnüberführungen. Zwischen Treibstraße und August-Heinrich-Schulte-Straße werden in dem einen Brückenbauwerk fünf Gleise der früheren Köln-Mindener Eisenbahn über die Unionstraße geführt. Weiter südlich überqueren die sieben zusammengefassten Einzelbrücken der ehemaligen Bergisch-Märkischen Eisenbahn dieselbe Straße.

Die Stahlbrücken wurden von der Stahl- und Brückenbaufabrik Aug. Klönne (heute Thyssen Engineering) als Bogenfachwerke gebaut um die Bahndämme möglichst niedrig halten zu können und trotzdem die benötigte Durchfahrtshöhe - zumindest in der Mitte der Brücke - zu gewährleisten.

Zusammen mit nahe gelegenen, neueren Metall- und Betonbrücken sind die Eisenbahnüberführungen Teil der Route der Industriekultur.

http://de.wikipedia.org/wiki/Brückenensemble_Unionstraße
Brückenensemble Unionstraße
Brückenensemble Unionstraße
Brückenensemble Unionstraße
Brückenensemble Unionstraße Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft

Die Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft (früher auch „Cöln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft“ genannt, kurz üblicherweise „CME“) gehörte neben der Bergisch-Märkischen und der Rheinischen zu den Eisenbahn-Gesellschaften, die ab der Mitte des 19. Jahrhunderts das Ruhrgebiet und große Teile des heutigen Nordrhein-Westfalens durch die Eisenbahn erschlossen haben. Die Strecke ist der westlichste Teil der Bahnlinie von Berlin an den Rhein, die in Friedrich Lists 1833 gedrucktem Konzept eines Eisenbahnnetzes für Deutschland enthalten war. Friedrich Harkort hatte sogar schon 1825 für den Bau einer Bahnstrecke von Köln nach Minden geworben.

Geschichte

Am 18. Dezember 1843 erhielt die CME die Konzession zum Bau einer Eisenbahnstrecke, die die Metropole Köln mit den Städten des rheinisch-westfälischen Industriegebietes verbinden und in Minden den Anschluss an das Streckennetz der Königlich Hannöverschen Staatseisenbahnen herstellen sollte.

Eine Trasse durch das Bergische Land war auf Grund der Kosten für die erforderlichen Kunstbauten und auf Anraten des Aachener Kaufmanns und Bankiers David Hansemann (1790–1864) – später kurzfristig auch preußischer Finanzminister – verworfen worden. Statt dessen wurde unter nördlicher Umfahrung des damaligen Bergbaugebietes die billigere Variante von Deutz über Mülheim am Rhein, Düsseldorf, Duisburg, Oberhausen, Altenessen, Gelsenkirchen, Wanne, Herne, Castrop-Rauxel, Dortmund, Hamm, Oelde, Rheda, Bielefeld und Herford gewählt.

Die erste Teilstrecke Deutz–Düsseldorf wurde am 20. Dezember 1845, die zweite bis Duisburg am 9. Februar 1846 eröffnet. Im folgenden Jahr erreichte man am 15. Mai über Dortmund dann Hamm, und am 15. Oktober 1847 war die gesamte 263 Kilometer lange eingleisige Strecke bis Minden fertiggestellt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Köln-Mindener_Eisenbahn-Gesellschaft
Burgtor Die Dortmunder Stadtbefestigung war die historische, mittelalterliche Stadtfeste der freien Reichsstadt Dortmund. Die Stadtbefestigung wurde nach der vierten Stadterweiterung um 1200 um den historischen Stadtkern errichtet. Die Feste bestand aus einer Stadtmauer, Toren und Türmen und hatte eine Länge von 3,3 km.

Zwischen 1810 und 1874 wurde die Stadtmauer geschleift und der frei werdende Raum zu einer mit Baumreihen bepflanzten Promenade umgestaltet. Heute findet sich anstelle der Stadtmauer der sechsspurige Wallring, der Teil der Bundesstraße 54 ist.

Das Burgtor befand sich im Norden der Stadt an der Handelsstraße in Richtung Münster und Bremen, der heutigen Münsterstraße. Das Burgtor wurde 1257 als Porta Urbis (Stadttor) erstmals erwähnt. Nach 1298 findet sich dann die lateinische Bezeichnung Porta Castris. Namensgebend war die nahe Königsburg.

Das Tor bestand aus einem Torturm, einem Vorwerk und der den Graben überspannenden Zugbrücke. Auf den Torturm weht die rot-weiße Stadtfahne der Stadt Dortmund.

Das Burgtor bestand bis ins Jahr 1833.

http://de.wikipedia.org/wiki/Dortmunder_Stadtbefestigung#Burgtor
Burgtor Eine Brücke ist ein Bauwerk zum Überspannen von Hindernissen beziehungsweise zum Führen von Verkehrswegen (wie beispielsweise Straße, Schiene, Wasserstraße) oder baulichen Anlagen über natürliche (wie beispielsweise Flüsse, Meerengen, Schluchten) oder künstlich angelegte (wie beispielsweise Autobahnen oder Eisenbahnstrecken) Hindernisse.

http://de.wikipedia.org/wiki/Brücke

Begriff

Der Begriff Brücke (von althochdeutsch: brucca) bezeichnet ▪ ein Bauwerk zur Überquerung von Hindernissen, siehe Brücke ▪ eine deutsche expressionistische Künstlergruppe, siehe Die Brücke ▪ eine gedankliche Verbindung oder einen Merksatz ("Eselsbrücke"), siehe Assoziation (Psychologie), Merkspruch ▪ ein Entwurfsmuster in der objektorientierten Programmierung, siehe Brücke (Entwurfsmuster) ▪ einen Zahnersatz in der Zahnmedizin, siehe Brücke (Zahntechnik). ▪ einen Teil des Gehirns in der Anatomie, siehe Pons ▪ eine spezielle Kante in der Graphentheorie, siehe Zusammenhang von Graphen. ▪ eine bestimmte Schaltungsform in der Elektronik, siehe Brückenschaltung, Gleichrichter ▪ das Deck auf einem Seeschiff, siehe Kommandobrücke ▪ eine Übung im Bodenturnen, siehe Brücke (Turnen). ▪ ein Lagerhalter im Uhrwerk, siehe Brücke (Uhr). ▪ die Verbindung zwischen Gebieten, die ans Wasser grenzen, siehe Isthmus (Geographie) ▪ die Verladebrücke im Ladungsumschlag, siehe Kran, Containerbrücke ▪ der Landesteg oder Bootsanleger für Schiffe, siehe Seebrücke ▪ die durch Flugzeuge hergestellte Luftbrücke ▪ bestimmte Wärme übertragende Bauteile in der Thermodynamik, siehe Wärmebrücke

http://de.wikipedia.org/wiki/Brücke_(Begriffsklärung)
Oestermärschstraße Fachwerkbrücke

Fachwerke sind aufgelöste Tragwerksstrukturen. Diese weisen den Vorteil auf, dass sie einen geringeren Materialverbrauch haben, als vergleichbare vollwandige Tragwerke wie Balken, und sie haben ein dementsprechend geringeres Eigengewicht. Dabei werden die Stäbe des Fachwerks vorwiegend auf Zug und Druck belastet. Von Nachteil ist die meist größere Bauhöhe der Konstruktion. Fachwerkbrücken werden vor allem mit Stahl, aber auch mit Holz ausgeführt. Aufgrund der hohen Verkehrslasten werden sie oft bei Eisenbahnüberführungen gebaut, finden aber auch ihre Anwendung bei Straßenbrücken mit größeren Stützweiten, insbesondere in den USA. Fachwerke verbergen sich in der Regel auch unter der Verkleidung von gedeckten Holzbrücken.

http://de.wikipedia.org/wiki/Brücke
Oestermärschstraße Stahlverbundbrücke

Tragwerke des Verbundbaus haben räumlich getrennte Querschnitte, die aus zwei oder mehreren Baustoffen bestehen. Anders als beispielsweise beim Stahlbeton wird der Verbund untereinander durch besondere Verbindungsmittel hergestellt.

Zum Beispiel liegt bei einer Stahlverbundbrücke auf dem stählernen Brückenträger die Fahrbahnplatte, die aus Stahlbeton besteht. Der Verbund zwischen beiden Baustoffen wird über Kopfbolzendübel sichergestellt. Dadurch kommt es zu einer kraftschlüssigen Verbindung und beide Querschnitte wirken zusammen als ein Querschnitt. Bei Kopplung von Spannbeton- und Stahlverbundkonstruktionsteilen spricht man auch von einer hybriden Brücke.

http://de.wikipedia.org/wiki/Brücke
Oestermärschstraße Brücke als Symbol

Die Brücke ist ein weit verbreitetes Symbol für die Überwindung von Gräben und die Verbindung über trennende Grenzen hinweg. Daran knüpfen sowohl die Bezeichnung des römischen Papstes als „Pontifex Maximus“ (Oberster Brückenbauer) als auch die Wahl der Brücke als Symbol kirchlicher oder sozialer Einrichtungen mit Dialogauftrag (z. B. Evangelische Akademie Bad Boll) an. Den Aufbruch zu neuen Ufern sollte der Name der expressionistischen Künstlergruppe Die Brücke anfangs des 20. Jahrhunderts symbolisieren. Auf der Rückseite jeder Eurobanknote ist ebenfalls eine Brücke als das einende Symbol der Gemeinschaft abgebildet.

Zugleich und infolge der zunehmenden Bau- und Verkehrssicherheit heute weniger im Vordergrund steht das Motiv der Brücke auch für das mit Angst besetzte Beschreiten gefährlicher Wege. Brücken können einstürzen, wirken manchmal wackelig oder wenig vertrauenserweckend, führen über gefährliche Abgründe und stehen für das Betreten von Neuland. Das Begehen einer Brücke ist mit der Gefahr eines Absturzes verbunden; in früheren Zeiten war es daher oft der Baumeister, der zum Beweis der Stabilität die Brücke als erster überschreiten musste. Im Mittelalter entstanden auch Brückensagen, wenn es beim Bau der Brücke nicht mit rechten Dingen oder gar mit dem Teufel zugegangen sein soll. Brücken galten zudem als bevorzugter Ort für Überfälle durch Wegelagerer.

In der christlichen Heiligenverehrung deutet die Brücke als Attribut auf die Hinrichtungsart eines Märtyrers hin, der von einer Brücke gestürzt wurde. Bekanntester Vertreter ist der heilige Nepomuk, der auch als Schutzpatron der Brücken gilt; ein anderes bekanntes Beispiel ist der heilige Florian. Solche Märtyrer, aber auch andere Heilige, wurden in der Vergangenheit angerufen, um sich vor der mit dem Überschreiten einer Brücke häufig assoziierten Gefahr zu schützen. Oft wurden sie als Standbilder auf Brücken aufgestellt und dann auch als Brückenheilige bezeichnet.

Davon leitet sich die redensartliche Bezeichnung einer Person als Brückenheiliger ab, die bei Wind, Wetter oder anderen Gefahren an exponierter Stelle allen Unbilden zum Trotz aushält und unbeweglich als unbeteiligter Beobachter dasteht, ohne einer erkennbaren Tätigkeit nachzugehen oder deutlich Stellung zu dem sie umgebenden Geschehen zu beziehen.

Die Tatsache, dass Wohnungslose gelegentlich den öffentlichen Raum unter Brückenauffahrten als Schutz- und Wohnquartier nutzen, hat dazu geführt, dass die Redensart unter Brücken hausen zum bildhaften Ausdruck für Obdachlosigkeit im urbanen Umfeld geworden ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Brücke
Sunderweg
Mallinckrodtstraße/Zubringer/Westfaliastraße Liste der längsten Eisenbahnbrücken in Deutschland

Die Listen enthalten Eisenbahnbrücken in Deutschland mit einer Gesamtlänge von mindestens 1000 Meter oder mit einer Stützweite von mindestens 150 Meter, die bestehen, einmal bestanden haben oder in Bau sind.

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_längsten_Eisenbahnbrücken_in_Deutschland
Borsigstraße
Borsigstraße
Borsigstraße
Oesterholzstraße Liste der längsten Brücken

Diese Liste gibt einen Überblick über die Brücken der Welt (nach Länge sortiert) sowohl über Land als auch über Wasser. Mit Spannweite ist die längste Spanne zwischen 2 Pfeilern gemeint.

Anmerkung: Es gibt kein Standardverfahren zur Angabe der Länge einer Brücke. Meist gibt man die Gesamtstützweite an, manchmal die lichte Weite zwischen den Widerlagern oder die Distanz zwischen den Widerlagerenden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_längsten_Brücken
Franziusstraße
Westfaliastraße
Westfaliastraße/Königsbergstraße
Lütgenholz
Lütgenholz
Gronaustraße
Franziusstraße
Franziusstraße
Bornstraße
Burgholzstraße
Burgweg
Krimstraße abgerissen