Ela im Fredenbaum

Ela (Tiefdruckgebiet)

Die Gewitterfront des Tiefdruckgebiets Ela überzog am 9. und 10. Juni 2014 vor allem Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen mit Unwettern.

Entstehung

Nach Darstellung der Unwetterzentrale Deutschland strömte zwischen dem Tief Ela über dem Ostatlantik und dem Hoch Wolfgang über Osteuropa während der Pfingsttage heiße Luft aus dem Süden nach Deutschland, die sich am Pfingstmontag auf bis zu 38 Grad aufheizte. Dann bildete sich über dem Ärmelkanal das Randtief Ela II, dessen Frontensystem kühle Luft herantransportierte. Im Vorfeld der Front entstanden über Nordfrankreich und Belgien Gewitterzellen, die zum Abend zu einem großen Gewitterkomplex zusammenwuchsen und eine eigene Zirkulation hervorbrachten. Daraus bildete sich ein mesoskaliges konvektives System (MCS), das mit einem Bow-Echo weite Teile Nordrhein-Westfalens überquerte. Beim Durchzug des Bow-Echos traten in einem Streifen vom Rheinland bis ins Ruhrgebiet Böen bis Orkanstärke auf. Am Flughafen Düsseldorf wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 142 km/h gemessen.[1] Gebietsweise fielen rund 40 Liter Niederschläge auf den Quadratmeter.[2]

Schäden

Bei dem Unwetterereignis, das zu Gewitterfronten mit Sturmböen, Regen und teils auch Hagel führte, kamen am 9. Juni zwischen 20 und 23 Uhr in Düsseldorf, Essen, Köln und Krefeld insgesamt sechs Menschen ums Leben; in Nordrhein-Westfalen wurden zudem 30 Menschen schwer und 37 leicht verletzt.[3][4] Es kam zu schweren Zerstörungen und mehrere Tage anhaltenden Verkehrsbeeinträchtigungen. Die Deutsche Bahn erklärte, dass die Sturmschäden am Schienennetz durch Ela deutlich stärker wären als beim Orkan Kyrill im Jahr 2007.[5] Der Landesbetrieb Wald und Holz NRW registrierte landesweit fast 80.000 Festmeter Baumholz in den Wäldern als Schadholz, 61.000 davon in den Bezirken der Regionalforstämter Ruhr und Niederrhein, insgesamt deutlich weniger als beim Orkan Kyrill. In den betroffenen Stadtgebieten sei jeder vierte Baum entwurzelt oder abgeknickt. Dadurch sei dort die Erholungsfunktion erheblich beeinträchtigt.[6][7] Die versicherten Schäden wurden zunächst auf mindestens 100 Millionen Euro eingeschätzt.[8] Einen Tag später korrigierten befragte Versicherungsunternehmen ihre Schätzungen bereits deutlich nach oben.[9] Anfang Juli 2014 bezifferten Versicherer den Schaden schließlich auf etwa 650 Millionen Euro.[10]

de.wikipedia.org/wiki/Ela_(...

Die Sturmfotos in diesem Album stammen von Martna Faehnrich. Danke Dafür.

Gedenkstein
Borsigplatzfunde 2014