Figuren

Deutschland

Als erstes historistisches Bauwerk auf dem europäischen Kontinent gilt das Nauener Tor in Potsdam von 1755, das der Neogotik zuzurechnen ist. In Deutschland bildete sich vor allem in Preußen mit Karl Friedrich Schinkel zunächst ein ausgeprägter Klassizismus aus. Mit den 1830er Jahren begannen stilistische Mischformen. Als Initialbau des deutschen, „wilhelminischen“ Neobarock gilt eine Wohn- und Geschäftshaus-Bebauung am Beginn der ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Straße in Berlin-Mitte (1887 von Cremer & Wolffenstein).

Vom Krieg (und Zerstörungen der Nachkriegszeit) weitestgehend verschonte, ungewöhnlich geschlossen erhaltene Ensembles finden sich zum Beispiel in Berlin, wo die erhaltenen „Gründerzeitbauten“ am zahlreichsten sind – dort vor allem die „Arbeiterviertel“ Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Neukölln und große Teile Kreuzbergs, aber auch repräsentative Straßenzüge rund um den Kurfürstendamm, Hamburg, der Bonner Südstadt, welche mit der Weststadt und Nordstadt als eines der größten zusammenhängenden „Gründerzeitviertel“ Deutschlands gilt, die Nordstadt und das Briller Viertel in Wuppertal, Chemnitz (z. B. Kaßberg und Schloßchemnitz), Görlitz, Fürth, die Erfurter Vorstädte, Leipzig (in den meisten Stadtteilen existiert noch geschlossene historistische Bebauung von hoher Qualität, z. B. das Waldstraßenviertel), Dresden, das mit der „Äußeren Neustadt“ ein großes „Gründerzeitviertel“ aufzuweisen hat, München, wo man vor allem in den Stadtteilen Altstadt-Lehel und Neuhausen-Nymphenburg viele „Gründerzeitbauten“ findet, Hannover-List, Östliches Ringgebiet in Braunschweig und auch in Straßburg, das über eine umfangreiche geplante Neustadt aus der Kaiserzeit verfügt. Die Innenstadt von Halle gilt als das größte zusammenhängende Wohngebiet dieser Epoche. Erheblichen gründerzeitlichen Häuserbestand, teil in flächenhaften Ensembles (Gärten h.d.V. und St. Johannis) weisen auch noch Nürnberg und Fürth trotz erheblicher Kriegsverluste auf. In Nürnberg existierte als Besonderheit mit dem Nürnberger Stil auch eine ortstypische Sonderausprägung des Historismus. Wiesbaden ist neben Braunschweig und Berlin die einzige Stadt, die einen nahezu komplett erhaltenen Stadtring vorweisen kann. Der Kaiser-Friedrich-Ring auf der Wiesbadener Ringstraße gleicht zu 100 Prozent der Situation von 1907. Ebenfalls eine reiche Bausubstanz weisen die Wiehre in Freiburg im Breisgau sowie der Bielefelder Westen und das Musikerviertel auf. Auch in Ostdeutschland findet sich in zahlreichen Städten trotz des Flächenbombardements im Zweiten Weltkrieg noch Bausubstanz aus der Gründerzeit. So haben Städte wie Rostock (Villenviertel südlich der Innenstadt und Mietskasernen westlich der Innenstadt), Magdeburg (Gegend um den Hasselbachplatz), Chemnitz, Dresden (Äußere Neustadt) und Dessau (rund um die Heinrich-Heine-Straße), die von allen ostdeutschen Städten am schlimmsten von Bombenangriffen getroffen wurden, immer noch erhaltene „Gründerzeitviertel“ oder „-straßen“. Sie sind zum größten Teil saniert. In den letzten Jahren sind in zahlreichen ostdeutschen Städten im Rahmen des Stadtumbau-Ost-Programms gegen Widerstände von Denkmalpflegern und aus der Bevölkerung zahlreiche Baudenkmale dieser Epoche abgerissen worden, so in Leipzig 446 eigentlich denkmalgeschützte Bauten in den Jahren 1990 bis 2006.[6] Gegenwärtig erfährt Chemnitz massive Eingriffe in sein gründerzeitliches Bauerbe.[7] Erhebliche Verluste „gründerzeitlicher“ Bausubstanz sind in zahlreichen westdeutschen Städten wie Köln, Kassel, Mannheim, Ulm, Nürnberg, Würzburg, Braunschweig, Koblenz sowie im gesamten Ruhrgebiet zu beklagen.

Der Historismus hatte nach dem Ersten Weltkrieg keine besondere Wertschätzung mehr. Der Rückgriff auf ältere Stile wurde als mangelnde Eigenständigkeit interpretiert. Diese geringe Wertschätzung führte zu einem großen Verlust an Substanz in Deutschland während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Zahlreiche Bauwerke gingen durch den Bombenkrieg verloren, aber durch die recht neue Bausubstanz und gute Ausführung waren auch viele beschädigte Gebäude reparabel. Dennoch wurden sie oft nicht wiederhergestellt, sondern bewusst abgebrochen und durch Neubauten ersetzt oder modernisiert, sprich ihrer Dekoration beraubt (Entstuckung). Später hat sich dies jedoch wieder geändert, wie z. B. die mit größtem Aufwand betriebene Restaurierung des Reichsgerichtes in Leipzig beweist. Die aufwändige Innenausstattung vieler katholischer Kirchen der Neugotik wurde im Zuge der Umgestaltung gemäß dem zweiten Vatikanischen Konzil vielfach beseitigt und zerstört, weil man deren Stil als Schreinergotik abtat. Eine Besonderheit stellen die „gründerzeitlichen“ Villenkolonien dar, die ab Mitte des neunzehnten Jahrhunderts angelegt wurden. Während die Bauareale nach klassischen stadtplanerischen Gesichtspunkten durchgeplant und erschlossen wurden, wurden den einzelnen Bauherren lediglich wenige städtebauliche Vorgaben gemacht. Dementsprechend entstanden Gebiete mit vielfältigsten Spielformen der Architektur des Historismus, die auf die Repräsentationsansprüche des gründerzeitlichen Bürgertums abgestimmt waren. Herausragende Beispiele und Vorbild für viele spätere Anlagen waren die Villenkolonien in Lichterfelde bei Berlin, die ab etwa 1850 entstanden. Lichterfelde-West ist bis heute weitgehend erhalten und steht nach Jahren des Mietwohnungsbaus auf Grundstücken zerstörter Villen inzwischen großflächig unter Denkmalschutz. Auch in Bonn-Bad-Godesberg, Hamburg-Marienthal,Wiesbaden, Wuppertal-Elberfeld, Weimar, Eisenach oder Potsdam finden sich noch ausgedehnte alte Villenkolonien, in fast allen Großstädten gibt es bis heute noch kleinere Quartiere oder wenigstens Reste derselben. Beispielhaft sind auch die Dresdner Villen oder die im Westen Dresdens liegenden Radebeuler Villenstadtteile Oberlößnitz und Niederlößnitz. Auf dem Wohnungsmarkt sind heute die Wohnhäuser des späten Historismus wieder sehr begehrt und werden von der Immobilienbranche gerne pauschal als Jugendstil-Haus vermarktet, auch wenn das angebotene Objekt meist keine oder kaum Merkmale des Jugendstils aufweist. In einigen deutschen Städten gibt es noch große geschlossene Gebiete dieser Art, zum Beispiel große und repräsentative Etagenhäuser in Hamburg-Eppendorf und Villen rund um die Außenalster.

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Feldherrrnstraße Volute (lat. volutum „das Gerollte“) ist ein aus dem Französischen abgeleiteter Ausdruck für eine Schneckenform (Spirale) in der künstlerischen Ornamentik, besonders in der Architektur. Voluten finden sich in der Baukunst an Konsolen, Giebeln und Kapitellen. Die Form ist in der antiken Baukunst für das ionische und äolische Kapitell sowie für das Kompositkapitell charakteristisch. Der innere, sich schneckenhausartig einrollende Volutengang, der sogenannte Kanalis, kann hierbei tief gekehlt, flach gebildet oder gar mit einem Rundstab gefüllt und von schmalen Stegen begleitet sein. Das Zentrum der Voluteneinrollung wird als Volutenauge bezeichnet. Bereits früher erscheinen Voluten an Kapitellen der ägyptischen Architektur, wo sie aus der Naturform des offenen Lotosblütenkelches abgeleitet sind. Im Bereich der antiken attischen Keramik treten Voluten oft auch als Henkelform auf. Besonders beim Krater kommt sie häufig vor (Volutenkrater). Für die Fassadengestaltung basilikaler Kirchenbauten seit der Renaissance spielt die Volute eine große Rolle. Der durch den basilikalen Aufbau des Gebäudes entstehende Winkel zwischen dem breiten unteren Fassadenstück und dem schmaleren Obergaden wird oft durch eine große Volute verkleidet. Als Volute bezeichnet man hier die S-förmig gebogene Form mitsamt den beiden eingerollten Enden, den eigentlichen Voluten. Erstmals führte Leon Battista Alberti dieses Schema bei der Fassade der Kirche Santa Maria Novella in Florenz ein und schuf damit den Standardtypus der Kirchenfassade in der Renaissancearchitektur.

Santa Maria Novella, Florenz, mit Voluten In der Spätrenaissance gehört die Volute zu den Grundelementen der Architekturornamentik des Rollwerks und Schweifwerks. In der Baukunst des Barock wurden Voluten in vielfältiger Weise als schmückende Elemente verwendet.

http://de.wikipedia.org/wiki/Volute
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Kielstraße Das Feston (franz. „Girlande“) ist ein in nahezu allen Kunstgattungen der bildenden und der angewandten Kunst verbreitetes Ornament, insbesondere in der Architektur und Raumausstattung. Als Feston wird auch eine arkadenförmige Bordüre zur Verzierung von Textilien bezeichnet.

Dieses rein dekorative Element nimmt in der Architektur, der Wand- und Dekorationsmalerei, als Tapetenmotiv, an Möbeln und Goldschmiedearbeiten zumeist die Form einer als Relief gestalteten oder in Trompe-l’œil-Manier gemalten Girlande mit einem oder mehreren locker durchhängenden Bögen an, deren Enden herunterhängen. In der Regel ruht diese Girlande auf zwei oder mehreren nur vermeintlich stützenden Elementen, in der Antike beispielsweise auf den Schädeln von Löwen, Widdern oder Stieren, in der Neuzeit auf Kapitellen. Seltener sind freihängende Festons.[1]

Die das Feston bildende Girlande wird in vielen Motiven ausgeführt, nach denen Band-, Blumen-, Blüten-, Blatt- und Früchtefestons unterschieden werden können. Beliebte Blattmotive sind Lorbeer-, Eichenlaub- und Weinranken.

Festons treten im 4. Jahrhundert v. Chr. in der hellenistischen Baukunst auf. Stark verbreitet sind sie in der römischen Architektur und Wandmalerei. Als Verzierung an repräsentativen Vasen oder Grabmalen wird dieses Element auch in der Neuzeit vielfach verwendet. Im 18. und 19. Jahrhundert gehörte es zum ornamentalen Repertoire repräsentativer Wohnraumgestaltung überhaupt.

Das Wort Feston hat sich fälschlicherweise auch für die Umkränzung eines runden Bildes eingebürgert, deren korrekte Bezeichnung Ringgirlande lautet.

http://de.wikipedia.org/wiki/Feston
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