Kunst

Der Begriff Kunst hat im Laufe der Jahrhunderte und in verschiedenen Kulturen seine Bedeutung stets verändert und tut es noch. Er wird von Künstlern, Kunsttheoretikern, Historikern, Philosophen, Soziologen und der Öffentlichkeit intensiv diskutiert. Kunst ist ein Kulturprodukt, eine Hervorbringung von Menschen, das Ergebnis eines kreativen Prozesses, an dessen Ende entweder das Kunstwerk steht oder auch – wie seit der Moderne – der Prozess selbst als Ergebnis gewertet wird.

Der Kunstbegriff ändert sich mit der Geschichte: Seit der Aufklärung versteht man unter Kunst vor allem die Ausdrucksformen der Schönen Künste[1]:

▪ Bildende Kunst mit den klassischen Gattungen Malerei und Grafik, Bildhauerei, Architektur, und etlichen Kleinformen sowie seit dem 19. Jahrhundert dem Kunstgewerbe oder Angewandte Kunst genannten Grenzbereich zum Kunsthandwerk ▪ Darstellende Kunst mit den Hauptsparten Theater, Tanz und Filmkunst ▪ Musik mit den Hauptsparten Vokalmusik und Instrumentalmusik ▪ Literatur mit den Hauptgattungen Epik, Drama und Lyrik.

In der Kunst haben sich die Ausdrucksformen und Techniken mit Beginn der Moderne stark erweitert, etwa mit der Fotografie in der Bildenden Kunst, bei den Darstellenden Künsten, Musik und Literatur lassen sich heute auch die Ausdrucksformen der Neuen Medien dazuzählen, etwa Hörfunk und Fernsehen. Die klassische Einteilung verliert spätestens seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhundert in der Suche nach dem Gesamtkunstwerk aber an Bedeutung, Kunstgattungen wie die Installation oder der Bereich der Medienkunst kennt die klassischen Grundformen nicht mehr.

Etymologie und Wortgebrauch

Kunst ist ein deutsches Wort. Bereits im Althochdeutschen lautete es kunst (Plural kunsti), im Mittelhochdeutschen kunst Pl. künste. Ursprünglich ist kunst ein Substantivabstraktum zum Verbum können mit der Bedeutung "das, was man beherrscht; Kenntnis, Wissen, Lehre, Meisterschaft". Die Redewendung „Kunst kommt von Können“ ist also etymologisch, dem Wortursprung nach, richtig. Die Bedeutung und Verwendung des Wortes in der Schrift- und Gelehrtensprache wurde jedoch stark von lateinisch ars beeinflusst (Lehnbedeutung). Besonders seit der Neuzeit wird der Begriff zunehmend mehrdeutig, weil neben alten Verwendungen des Wortes (im Sinne von „Lehre, Wissen“) neue treten (im Sinne des Plurals Künste als „Kunstgattung“, etwa „autonome Künste“, „schöne Künste“).[2]

Der Begriff Kunst wurde und wird mithin gebraucht:

Im Sinn von Wissen, Erkennen, Erkenntnis, Einsicht

Seit dem 16. Jahrhundert wird Kunst nicht nur zur Beschreibung eines Wissens gebraucht, der Begriff wird ebenso synonym für Philosophie, aber auch die (Natur-)wissenschaften gebraucht, aber auch deren zunehmend abgelehntes Gegenteil als „schwarze Kunst“.

Im Sinn von Fertigkeit

Gemeint waren Fertigkeiten innerhalb eines Fachgebiets sowie die Gesamtheit einer Fertigkeit (Reitkunst, Kochkunst, Fechtkunst) oder Tätigkeit. Eine negative Konnotation erhalten diese Künste, wenn damit geschickte Täuschungen gemeint sind (Diebeskünste, Verschönerungskünste, Schwarze Kunst, Verführungskunst oder Zauberkunst). Aus dem Bedeutungsfeld der Verstellungen kommt auch das Adjektiv „gekünstelt“.

Im Sinn von Handwerk

Im Wort Kunsthandwerk steckt heute noch das Handwerk. Bis in das 18. Jahrhundert wurde Kunst auch als Synonym für die Ausübung eines Handwerks benutzt. Erhalten hat sich dieser Gebrauch in Worten wie Flechtkunst, Töpferkunst. Mit Kant lässt sich schließlich die Trennung der Begriffe konstatieren: „Im engern Sinne sind Handwerk und Kunst genau unterschieden, obwohl es an naher Berührung, ja Verfließen von beiden nicht fehlt (vergl. Kunstgewerbe): die Kunst wird vom Handwerk unterschieden, die erste heißt freie, die andere kann auch Lohnkunst heißen“.

Im Sinn von Wissenschaft

Seit Leibniz kennt man die Bezeichnung wissenschaftlicher Disziplinen als „Sprachkunst (Grammatica), Redekunst (Rhetorica), Messekunst (Geometria), Beweiskunst (Logica), Sittenkunst (Ethica), Sehkunst (Optica), Zergliederkunst (Anatomia), Scheidkunst (Chymia) u.a.“. Bald jedoch wird die Kunst von der Wissenschaft unterschieden. Goethe meint dazu: „Kunst und Wissenschaft sind Worte, die man so oft braucht und deren genauer Unterschied selten verstanden wird, man gebraucht oft eins für das andere, und schlägt dann gegen andere Definitionen vor: ich denke, Wissenschaft könnte man die Kenntnis des Allgemeinen nennen, das abgezogene Wissen, Kunst dagegen wäre Wissenschaft zur That verwendet. Wissenschaft wäre Vernunft, und Kunst ihr Mechanismus, deshalb man sie auch praktische Wissenschaft nennen könnte. Und so wäre denn endlich Wissenschaft das Theorem, Kunst das Problem.“

Als Gegensatz zu Natur

Nicht zuletzt im Gefolge der Aufklärung und ihrem neuen Naturbegriff wird Kunst als Gegensatz zu Natur, als künstlich anstelle von natürlich verstanden. Heute verwendet man das Präfix Kunst- als Bezeichnung für „nicht natürlich“: Kunstpelz, Kunststoff, Kunstblume, Kunstauge etc.

Im Sinn von Schöne Künste

Kunst im heutigen, am häufigsten gebrauchten Sinn wurde begrifflich vor allem von Winckelmann, Lessing, Herder, Goethe und Schiller geprägt. In ihren ästhetischen Schriften beschreiben sie die menschlichen Hervorbringungen zum Zwecke der Erbauung als Kunst, sei es im Theater, in der Literatur, in der Musik oder die Werke „bildender Künstler“, auf die sich der Begriff schließlich zunehmend verengt. So hat sich Kunst- auch als Präfix für Wortbildungen wie Kunstausstellung, Kunstwerk, Kunstauktion etc. herausgebildet.

Im Sinn von Maschine

Ab dem 18. Jahrhundert entwickelt sich außerdem eine Bedeutungslinie, die Kunst als Bezeichnung für eine Maschine oder einen maschinell hergestellten Gegenstand verwendet (Feuerkunst für Feuerspritze, Dampfkunst für Dampfmaschine, Wasserkunst für Springbrunnenanlagen). Speziell Vorrichtungen zum 'Fördern' von Lasten im Bergbau werden Fahrkunst genannt.

de.wikipedia.org/wiki/Kunst

1 ↑ Brockhaus - Die Enzyklopädie. 20. Auflage. Band 12. Brockhaus, Leipzig und Mannheim 1997, Bd. 12; Brockhaus-Enzyklopädie. 21. Auflage. Band 16. Brockhaus, Leipzig 2006, ISBN 978-3-7653-4116-8, S. 93–94 2 ↑ Eintrag Kunst in: Brockhaus, 21. Aufl. 2006, Bd. 16, S. 93-94

Münsterstraße Seilscheibe
Kurfürstenstraße Michael Schwarze 1982 Michael Schwarze, 1939 geboren in Krefeld Bildhauer
Kurfürstenstraße Michael Schwarze
Kurfürstenstraße Michael Schwarze 1982
Kurfürstenstraße Michael Schwarze 1982
Kurfürstenstraße Michael Schwarze 1982
Münsterstraße Michael Schwarze Ikarus 1980
Münsterstraße Michael Schwarze Ikarus 1980
Wappenpfahl Ein Wappenpfahl, fälschlicherweise auch Totempfahl ist ein Pfahl, in den das Wappen einer Familie – und nicht deren Totem - eingeschnitzt ist. Sie waren vor allem bei den Indianern der amerikanischen Nordwestküste verbreitet.

Der Wappenpfahl wurde meist aus dem Holz von Riesenlebensbäumen (Thuja plicata, Western Redcedar, in Nordwest-USA und Kanada verbreitet) gefertigt.

Jede Familie hatte Wappentiere, welche nicht nur auf dem Wappenpfahl, sondern auch auf Alltagsgegenständen wie Geschirr, Waffen, Kisten, Decken, Hauswänden usw. abgebildet waren. Ein Wappenpfahl wurde zum Schutz vor bösen Geistern, einem Toten zu Ehren oder auch einfach, um das Wappen zu zeigen, aufgestellt.

Die ursprüngliche Heimat der kunstvoll geschnitzten, bis zu 20 m hohen Holzsäulen liegt in den Küstenregionen von British Columbia. Mit Pflanzenfarben grellbunt bemalt, dienten sie als Prestigesymbole und Familienwappen. Mächtige Häuptlinge und Familienclans ließen wichtige Stammesmythen, einzelne Geschehnisse und Personen in verschlüsselter Form in Holz verewigen. Die alten Pfähle zu deuten, ist schwer: Man muss die Mythen des Stammes kennen und seine Geschichte. Die abgebildeten Tiere sind stark stilisiert.
Münsterstraße Bernd Moenikes
Blücherpark Bernd Moenikes
Blücherpark Bernd Moenikes
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Münsterstraße Carlernst Kürten Windplastik, 1983 Carlernst Kürten, Bildhauer, 17.4.1921 Waltrop–29.12.2000 Unna
Arbeitsamt
Münsterstraße Grünbau
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Münsterstraße
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Clemens-Veltum-Straße
Mallinckrodtstraße Plastisches Environment Jürgen Goertz, Porta Globalica, 1989
Münsterstraße CEAG
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Paulus Kirche Ornament mit den Symbolen Ähren und Trauben, begleitet von Engeln. Paul Zühlke, 1954
Paulus Kirche Schützenstraße
Brunnenstraße
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Fredenbaumpark, Enrique Asensivivo,
Fredenbaumpark, Enrique Asensivivo, Weiblicher "Torso", 1979 Foto, Mathias Bigge
Fredenbaumpark, Enrique Asensivivo, Weiblicher "Torso", 1979 Foto, Mathias Bigge
Fredenbaum
Quadtbeckstraße, Dr. Elsi Zhen-Chee Yu, Hoch Fliegen, 1998
Stahlwerkstraße
Lessingstraße, Jan Bormann, Spielstraße Blücherpark, 1998/99 Jan Bormann, 1939 in Dortmund geboren, Bildhauer
Lessingstraße, Jan Bormann, Spielstraße Blücherpark, 1998/99
Lessingstraße, Jan Bormann, Brunnen und Platzanlage Blücherstraße, 1982
Westerbleichstraße, Michael Odenwaeller, Brunnen "Einkaufstag", 1986 Michael Odenwaeller, Bildhauer

1953 geboren in Unna, Westfalen
Steinstraße, Eisengießerbrunnen
Lindenhorster Straße
Lindenhorster Straße
Steinstraße, Musikschule, Georg Hartje, "Merkur", ca 1955/60
Depot
Spohrstraße
Naturkundemuseum
Eberhardstraße, Hoeschmuseum
Eberhardstraße, Hoeschmuseum
Eberhardstraße, Hoeschmuseum
Eberhardstraße, Hoeschmuseum
Oestermärschstraße
Kirchderner Straße, Heinrich Bayer, Neptun mit Putten, 1953
Hoeschpark
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Hoeschpark
Hoeschpark
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Münsterstraße, Joseph Kirche
Unionstraße
Nordmarkt
Nordmarkt
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Speichertraße, Kurt Doehler, Harkort Denkmal, 1959/67
Steigerstraße
Portallkrähne
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